Kirchbergs Tierwelt

besteht sicherlich vor allem aus Fuchs und Hase, die einander „Gute Nacht“ sagen.

Aber zweimal im Jahr fliegen die Schneegänse über unsere Gemarkung, schreien in der Abenddämmerung, um uns die Köpfe in den Himmel recken zu lassen.

Herr Christian Gelpke, der Vogelkundler aus Metze, schickte uns vier Bilder dieser schönen Vögel. So nah und deutlich hat sie wohl bisher kein Kirchberger gesehen. Und Herr Gelpke versprach, uns auch ein bißchen zu berichten vom Zug der Vögel, dem man nachsagt, daß er pünktlicher sei als die Deutsche Bahn: wenn er über Potsdam zieht, kann man auf Viertelstunde genau berechnen, wann der Zug über Höxter geht und dann weiter, wann er über Kirchberg auftauchen wird.

Oftmals sind es ja mehrere Züge von 40 bis 100 Tieren, die in kurzem Abstand über unseren Himmel ziehen. Manche Herbst-Züge suchen ihr Nachtquartier in der Ems-Aue und kreisen deswegen fast genau überm Dorf, überm Lohner Feld.

Und wer guckt sich dann nicht die Augen aus und denkt wie Nils Holgersson:
„Ach wer da mitreisen könnte, nur ein einziges Mal! ...“?

Hier die Bilder, für deren Verwendung wir Herrn Christian Gelpke herzlich danken:

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Ungewöhnlich früh im Jahre, an einem der ersten hellen, sonnigen Tage,
vormittags noch bei schwachem Frost Schneegestöber, am 20. Februar 2013,
zogen etwa 350 bis 400 Tiere aus südwestlicher Richtung kommend
nach Norden, nach Metze und weiter:

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Zu diesen Bildern schrieb Herr Gelpke:
Ganz ungewöhnlich früh sei der Flug nicht, vielleicht eine Woche eher als sonst, bedingt durch die Großwetterlage mit einem starken Hoch über Frankreich. Immer aber ziehen die Vögel vor Ende Februar nordwärts!
Und: Über Hessen ziehen jedes Jahr an 200 000 Vögel, und jedes Jahr werden es mehr! Am gestrigen Tage seien schon fast ein Zehntel der Tiere auf die Reise gegangen.
Die HNA ergänzt dazu in ihrer Meldung am 21. Februar, daß die Vögel wohl in der spanischen Region Extremadura (im spanischen Binnenland an der Grenze zu Portugal, nicht zu verwechseln mit der portugiesischen Küstenregion Estremadura) überwintert haben und nun zu ihren Sommerplätzen in Skandinavien und im Baltikum flögen. Es seien hauptsächlich „unverpaarte Jungvögel, die nicht an Nachwuchs gebunden“ seien.
Ja, das ist seltsam: auch bei den Störchen brechen die Jungvögel vor den älteren Artgenossen zur großen Reise auf – sie finden ihren Weg auch ohne ältere „Zugbegleiter“.
Das aber ist ein anderes Thema!
ML 2013-02-21

Schon 2016-02-06 flogen die ersten Kraniche wieder nordwärts über Kirchberg!

 

Über alles, was da blüht am Wartberg und seiner Umgebung und im Weißenthal, darf hier selbstverständlich auch berichtet werden!

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